Glutenfreier Kuchenteig zum Ausrollen

Für Wähe, Quiche oder Tarte brauchen Sie einen ausrollbaren Teigboden. Dieses Grundrezept ergibt einen neutralen, mürben Teig aus 250 g glutenfreier Mehlmischung, ½ TL Salz, 125 g kalter Butter und 80 ml kaltem Wasser. Für Rührkuchen eignet er sich nicht.

Mischen Sie Mehl und Salz, schneiden Sie die Butter in kleine Stücke und verreiben Sie sie mit dem Mehl, bis die Mischung krümelig ist. Geben Sie das Wasser dazu und verkneten Sie alles kurz, bis der Teig zusammenhält. Formen Sie ihn zu einer flachen Scheibe, wickeln Sie ihn ein und kühlen Sie ihn etwa eine Stunde. Rollen Sie den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche aus, legen Sie ihn in die Form und drücken Sie ihn vorsichtig an. Backen Sie den Boden nach den Angaben für den jeweiligen Belag.

So rollen Sie den Teig aus

Je nach Mehlmischung verhält sich glutenfreier Teig beim Ausrollen unterschiedlich; bricht er, drücken Sie die Stücke in der Form wieder zusammen. Rollen Sie den Teig alternativ zwischen zwei Bögen Backpapier aus. Wird er sehr weich oder klebrig, stellen Sie ihn nochmals kurz kalt.

Halten Sie Butter und Wasser kalt und kneten Sie den Teig zügig. So bleibt die Butter fest, bis der Teig in den Ofen kommt. Durch das Kühlen lässt sich der Teig außerdem besser ausrollen.

Zusätzliches Bindemittel im glutenfreien Teig

Eine glutenfreie Mehlmischung kann bereits Bindemittel enthalten, etwa Xanthan. Prüfen Sie deshalb die Zutatenliste, bevor Sie zusätzliches Bindemittel wie Xanthan oder Flohsamenschalen einarbeiten. Für dieses Grundrezept brauchen Sie kein zusätzliches Bindemittel. Je nach Mehlmischung kann der Teig anders ausfallen.

Für süße und herzhafte Kuchen

Der Teig schmeckt neutral und passt zu herzhaften Belägen wie Gemüse, Käse oder Ei. Für einen süßen Kuchenboden können Sie ihn ebenfalls verwenden, wenn die Füllung für Ihren Geschmack süß genug ist. Soll der Teig selbst süß schmecken, wählen Sie ein passendes Rezept mit abgestimmter Zuckermenge.

Die Backzeit hängt von Belag, Form und Rezept ab; folgen Sie deshalb den Angaben im jeweiligen Rezept für Wähe, Quiche oder Tarte. Bei feuchten Füllungen kann es sinnvoll sein, den Boden vorzubacken, wenn das Rezept es vorsieht.

Glutenfrei backen bei Zöliakie

Bei Zöliakie zählt auch die Zubereitung: Weizenmehlstaub und Krümel können glutenfreie Zutaten verunreinigen. Verwenden Sie eine als glutenfrei gekennzeichnete Mehlmischung und reinigen Sie Arbeitsfläche, Hände und Geräte sorgfältig. Achten Sie auch bei Backpulver und anderen Zutaten auf die Kennzeichnung. Ein eigenes oder gründlich gereinigtes Sieb verringert das Risiko, dass Mehlreste in den Teig gelangen.