Gekochten Reis richtig abkühlen und aufbewahren

Verteilen Sie gekochten Reis nach dem Essen zügig auf kleine Portionen und stellen Sie ihn in den Kühlschrank. Lassen Sie ihn nicht längere Zeit bei Raumtemperatur im Topf oder Reiskocher stehen. Die britische Lebensmittelbehörde FSA empfiehlt, Reis möglichst innerhalb einer Stunde abzukühlen und innerhalb von 24 Stunden zu verbrauchen.

Reis kann Sporen des Bakteriums Bacillus cereus enthalten. Sie überstehen das Kochen und vermehren sich, wenn der Reis lange warm bleibt. Manche Varianten des Bakteriums bilden dabei ein Gift, das erneutes Erhitzen nicht zuverlässig zerstört.

Reis schnell abkühlen

Verteilen Sie übrigen Reis direkt nach dem Essen auf mehrere flache, saubere Behälter. Eine dünne Schicht kühlt schneller ab als ein voller Kochtopf. Große Mengen lassen sich auch auf einem sauberen, flachen Blech ausbreiten. Die FSA empfiehlt, Reis möglichst innerhalb einer Stunde abzukühlen; die Stunde ist ein Richtwert, und nach ihrem Ablauf wird Reis nicht automatisch unsicher.

Stellen Sie den Reis anschließend abgedeckt in den Kühlschrank, bevor die gesamte Menge auf der Arbeitsplatte vollständig abgekühlt ist. Lassen Sie ihn auch nicht im ausgeschalteten Reiskocher oder im Topf stehen. Bei größeren Mengen geben mehrere kleine Portionen die Wärme schneller ab.

Reis kühlen und einfrieren

Bewahren Sie gekühlten Reis in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank auf. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, den Kühlschrank auf höchstens 7 °C, besser unter 5 °C, einzustellen.

Verbrauchen Sie gekochten Reis vorsichtshalber innerhalb von 24 Stunden. Die FSA nennt diese Frist ausdrücklich für Reis. Das BfR empfiehlt für gegarte Speisereste allgemein zwei bis drei Tage, nennt Reis dabei aber nicht ausdrücklich.

Wenn Sie den Reis nicht innerhalb eines Tages verwenden, frieren Sie ihn nach dem raschen Abkühlen portionsweise ein. Zum Auftauen stellen Sie ihn in den Kühlschrank. Erhitzen Sie ihn danach gründlich und essen Sie ihn direkt.

Reis sicher aufwärmen

Erwärmen Sie nur die Portion, die Sie essen möchten, und wärmen Sie Reis nur einmal auf. Er sollte überall dampfend heiß sein. Rühren Sie ihn in der Mikrowelle zwischendurch um, damit sich die Wärme gleichmäßig verteilt. Essen Sie ihn nach dem Erhitzen sofort.

Erneutes Aufkochen macht falsch gelagerten Reis nicht zuverlässig sicher: Das von bestimmten Bacillus-cereus-Stämmen gebildete Gift Cereulid ist hitzebeständig. Wenn Reis lange bei Raumtemperatur stand oder Sie nicht mehr wissen, wie lange er ungekühlt war, verlassen Sie sich deshalb nicht auf Geruch, Aussehen oder eine Geschmacksprobe. Werfen Sie ihn im Zweifel weg.

Reisreste sinnvoll verwenden

Rasch gekühlter Reis lässt sich kalt essen oder in warmen Gerichten verwenden. Mischen Sie ihn zum Beispiel unter Gemüse und Ei oder Tofu, geben Sie ihn in eine Gemüsepfanne oder bereiten Sie daraus einen kalten Reissalat. Für eine Suppe können Sie den Reis ebenfalls als Einlage nutzen.

Verwenden Sie für solche Gerichte nur Reis, der nach dem Kochen zügig gekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt wurde. Nehmen Sie ihn erst kurz vor der Zubereitung heraus. Lassen Sie übrig gebliebene Portionen nicht mehrfach warm werden und wieder abkühlen.