Die Lebensmittelintoleranz

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607747_web_R_K_B_by_Henrik Gerold Vogel_pixelio.deEine Lebensmittelunverträglichkeit kann sich auf zwei Weisen äußern. Einerseits bedeutet das, dass der Körper gegen bestimmte Lebensmittel allergisch reagiert. Hierunter fällt beispielsweise die Unverträglichkeit von Gluten. Auf der anderen Seite kann hiermit der Aspekt benannt werden, dass der Körper verschiedene Inhaltsstoffe der Lebensmittel nicht verarbeiten kann.

Fruktoseintoleranz

Fruktose ist besser unter dem Namen Fruchtzucker bekannt. Diese Zuckerart gehört zu den Einfachzuckern. Sie sind vor allem in Früchten enthalten. Alle Lebensmittel, die Früchte enthalten, führen bei den betroffenen Personen zu Bauchschmerzen, Blähungen und Völlegefühl. Fruchtzucker wird im Darm von allen Menschen nur sehr langsam zersetzt. Patienten mit einer Fruktoseintoleranz können den Zucker kaum oder gar nicht abbauen, was zu den beschriebenen Symptomen führt.

Laktoseintoleranz

Hinter dem Begriff Laktose verbirgt sich der Milchzucker. Er wird im Darm von dem Enzym Laktase abgebaut. Menschen mit dieser Lebensmittelintoleranz fehlt dieses Enzym, oder es ist nur in geringer Anzahl vorhanden. Auch hier äußert sich der Verzehr von Milchprodukten mit Blähungen und Krämpfen im Magen-Darm-Bereich. Es kann von Person zu Person sehr verschieden sein, wann sich die Beschwerden bemerkbar machen. Das hängt mit der Anzahl der Enzyme zusammen. Es kann daher vorkommen, dass eine geringe Menge an Milchprodukten noch gut vertragen wird. Mit laktosefreien Milchprodukten müssen die von dieser Lebensmittelintoleranz Betroffenen dennoch nicht darauf verzichten. Tipps für den Umgang mit einer Laktoseintoleranz sowie Bücher mit passenden Rezepten gibt’s unter www.laktosito.com.

Glutenunverträglichkeit

Die Glutenunverträglichkeit (auch Zöliakie genannt) äußert sich durch eine Schwäche im Immunsystem. Es stuft den Stoff als gefährlich ein und versucht es zu bekämpfen. Dadurch werden die Schleimhäute im Magen und im Darm geschädigt. Es treten Bauchschmerzen auf, da keine lebenswichtigen Vitamine und Fette aufgenommen werden können. Glutenhaltige Nahrungsmittel bestehen vor allem aus Getreide wie Weizen, Dinkel, Gerste, Hafer oder Roggen, da diese Getreidesorten die Gluten enthalten. Abhilfe schaffen hier glutenfreie Lebensmittel, auf die sich einige Anbieter spezialisiert haben. Diese bieten sogar Brot und Brötchen ohne Gluten an. Für Betroffene eignet sich auch die Paleo-Ernährung (Steinzeiternährung), da diese ohne glutenhaltige Lebensmittel auskommt.

Wer von einer Histamin-Intoleranz betroffen ist, findet hier eine Tabelle mit dem Histamingehalt von Nahrungsmitteln.

Bild: © Henrik Gerold Vogel / PIXELIO