Malfabrot: das dunkle Brot aus dem Osten

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Deutschland ist zu recht berühmt für seine Brot, denn kein anderes Land verfügt über so viele unterschiedliche regionale Spezialitäten. Eine der herzhaftesten und zugleich historisch interessantesten Brotsorten ist das Malfabrot.

Malzbrot aus Sachsen

Der ungewöhnliche Name des dunklen Brots, das ursprünglich Malfa-Kraftma-Brot genannt wurde, geht auf eine DDR-typische Abkürzung zurück. Die beiden Begriffe Malfa und Kraftma sind Kurzwörter, die Malzfabrik bzw. Kraftmalz bedeuten. Dies gibt einen Hinweis auf die Zusammensetzung des kräftigen Roggensauerteigbrots, dem geröstetes Gerstenmalzmehl die dunkle Farbe und das kräftige Aroma verleiht. Es geht zurück auf sächsische Brotbacktraditionen, und noch heute ist Malfabrot insbesondere in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sehr beliebt.

Malzbrot selbst backen

Auch wer nicht das Glück hat, in der Bäckerei das Original-Malfa-Kraftma-Brot kaufen zu können, muss nicht auf den kräftigen Malzgeschmack verzichten, der selbst ein einfaches Butterbrot zum Gaumengenuss werden lässt. Für einen Laib setzen Hobbybäcker aus 200 g Roggenmehl, 200 ml warmem Wasser und zwei Esslöffeln Startersauerteig einen Sauerteig an. Am Folgetag werden 275 g Roggenmehl, 200 g Weizenmehl, 75 g Malfamehl sowie 150 g Roggenschrot, der in einer Flasche Malzbier eingeweicht wurde, hinzugefügt. Gesalzen und gewürzt wird ganz nach Geschmack. Nach dem Kneten muss der Teig mindestens zwei Stunden gehen. Schließlich wird das Brot zunächst für zehn Minuten bei 275 °C und dann für weitere 45 Minuten bei 200 °C gebacken. Besonders gut schmeckt das selbst gebackene Malzbrot auch als herzhaftes Sandwich!